Schwäbische Sprüche und Lebensweisheiten


Schwäbische Lebensweisheiten bringen Alltägliches präzise und oft auch sehr witzig auf den Punkt. Sie entstammen meist dem bäuerlichen Umfeld und zeichnen sich durch Lebendigkeit, Kürze und Würze aus.

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Schwäbisch

Deutsch

 

A Äggerle ond a Kuah, deggad älle Armud zua.

Ein Acker und eine Kuh, lassen einen die Armut vergessen.

 

A alde Kuah vrgissd gärn, daß se au amol a Kalb gwä isch.

Eine alte Kuh vergisst gern, daß sie auch mal ein Kalb (also jung) gewesen ist.

Ond koi Kalb glaubd, dass es amol a alde Kuah wird - was abbr au (leidr) meischdens dr Fall isch.

 

A alde Sonndagshos am Wärdag hebd nedd so lang, wia a alde Wärdagshos am Sonndag.

Eine alte Sonntagshose hält am Werktag nicht so lange, wie eine alte Werktagshose am Sonntag.

Bei meim Vaddr henn älle Hosa s'ganz Läba khalda!

 

A aschdändigr Hond scheissd nedd vor dia oigena Diar.

Ein gut erzogener Hund scheisst nicht vor die eigene Tür.

Na ja, unserer hat damit keine Probleme ...

 

A Auswahl, wia d'Mäus en de Huddzla.

Ein großes (Waren)-Angebot - wörtl.: Eine Auswahl, wie sie Mäuse in getrockneten Früchten haben.

 

A bissle domm isch jedr, abbr so domm wia manchr isch koinr.

Jeder ist ein wenig dumm, aber so dumm wie mancher, ist niemand.

 

A bissle isch emmer no bessr wia gar nix.

Ein wenig ist immer noch besser als gar nichts.

A blende Sau find au amol a Oichele.

Auch ein blindes Schwein findet manchmal eine Eichel.

 

A Blindr siahd bei Dag soviel wia bei Nachd.

Ein Blinder sieht bei Tag soviel wie bei Nacht. - Schwäbische Logik

 

A Bsuach machd zwoimol Freud: wennr kommd ond wennr widdr gohd.

Ein Besuch macht zweimal Freude. Wenn er kommt und wenn er wieder geht.

 

A Dommer fälld bloß uff, wenn'em a Gscheidr vrkommd!

Ein Dummkopf fällt nur dann auf, wenn er einem klugen Menschen begegnet!

 

A faigr Arsch lässd koine laude Firz!

Feigling! - wörtl.: Ein feiger Arsch lässt keinen lauten Fürze!

 

A fedde Kich gibd a magers Deschdamend.

Wer aufwändig kocht, hat mal wenig zu vererben - wörtl.: Eine fette Küche führt zu einem mageren Testament.

Abbr wer emmr guad ond frisch kochd, läbd onder Omschdänd längr ond ko längr vrdiena - ond meh vrärba.

 

A Frau machd sich emmr Sorga um ihr Zukunfd, bis se an Mo hodd. A Mo machd sich nia Sorga um sei Zukunfd, bis er a Frau hodd.

Eine Frau sorgt sich immer um Ihre Zukunft, bis sie einen Mann hat. Ein Mann sorgt sich nie um seine Zukunft, bis er eine Frau hat.

Diese Lebensweisheit hat mit Abstand die meisten Zugriffe! Das sollte einen zum Nachdenken bringen ..

 

A Fuchs frissd au gscheide Henna!

Klugheit schützt vor Schaden nicht! - wörtl.: Ein Fuchs frisst auch kluge Hühner!

 

A Geizhals ond a fedde Sau senn erschd noch am Dod zu äbbas Nuddz!

Ein Geizhals und ein fettes Schwein entfalten ihren Nutzen erst nach dem Tode!

 

A gromms Holz gibd au a grads Feur.

Der Schein trügt. - wörtl.: Ein krummes Holz gibt auch ein schönes Feuer.

 

A Gscheidr ko au vomma Domma lerna, abbr koin Dommr vomma Gscheida.

Ein Gescheiter kann auch von einem Dummen lernen, aber kein Dummer von einem Gescheiten.

 

A gscheidr Wai hodd no koim Domma gschaded.

Ein guter Wein hat noch keinem Dummen geschadet.

 

A Gsondr hodd dausend Winsch, a Grangr bloß oin

Ein Gesunder hat 1000 Wünsche, ein Kranker nur einen.

Dodrwäga gibds au daused Grangeda, abbr bloß oi Gsondheid.


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