schwäbisch schwätza
schwäbisch zom ahöra
Version Juni 2021

Schwäbisches Wörterbuch

   

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Ton
Schwäbisch
Deutsch
 

Beleidigt sein - wörtl.: beleidigt pinkeln

Du machsch au äwwl a beleidigds Rolle, sobald mr äbbas zu Dr sagd!

 

Ein Geizhals und ein fettes Schwein entfalten ihren Nutzen erst nach dem Tode!

 

schlafen, ein Nickerchen machen

Solang mr no koi 'senile Bettflucht' hot, isch so a Niggerle äbbas schees.

 

Etwas tun

Siehe auch:

Oinawäg äbbas do,

 

Etwas Blödes ist schnell gesagt!

 

Etwas Gutes zum Essen!

 

Äbbas Guads

Essen&Trinken

Etwas Gutes, etwas Leckeres

Äbbas Guads isch rechd, solang's nix Bessrs gibt.

 

Irgendetwas ist doch immer!

 

Schwäbischer Stoßseufzer: Irgendwas ist ja immer!

 

Schwäbischer Stoßseufzer: Irgendwas ist ja immer

Muass i leidr faschd jedn Dag feschdschdella.

 

Etwas von allem

 

Etwas Warmes

 

Etwas zum Trinken

 

Etwas zum Essen

I hann hongr, hoch Du mir äbbas zom Essa?

 

handout

Abgrenzung in jeder Form

Eigenheit

Kein schwäbisches Haus ohne einen Zaun rings herum, auch der kleinste Vorgarten wird gesichert wie der Hochsicherheitstrakt in Stammheim zu besten RAF-Zeiten.

Wo immer möglich, wird die stabile Stein- oder Betonmauer dem Maschendraht vorgezogen, auch wenn dadurch oft Garageneinfahrten einer Schießscharte gleichen und man einen Mittelklassewagen nur noch mit Einweiser einparken kann. Vor und hinter dem Zaun wird dann noch eine Hecke angepflanzt, so dass Bollwerke bis zu zwei Metern Dicke zwischen den Nachbarn aufgebaut sind.

Am unverständlichsten sind für mich Villen in Vorortsiedlungen, die sich mit Hecken von 3 Metern Höhe und mehr von der Außenwelt abschotten und wo man vom Wohnzimmer aus nur noch grüne Hölle sehen kann. Oder eben auch nicht, weil der Schwabe zudem noch Vorhänge und Stores mit der Blickdichte einer ausgewachsenen Stützstrumpfhose liebt.

Auf meiner Lieblingswanderstrecke gibt es einen Garten am Waldrand, der vorne dran mit einem riesigen Tor gesichert ist. Links und rechts vom Tor ist aber weder ein Zaun noch eine Hecke. Trotzdem öffnet der Besitzer gewissenhaft sein Tor, wenn er mit dem Auto ankommt und fährt dann hindurch, auch wenn links und rechts genügend Gelegenheit dazu wäre.

Das Bestreben, seinen Besitz von anderen abzugrenzen und den Mitbesitz unmöglich zu machen, zeigt sich allerorten:

Mülltonnen bekommen ein (umständlich zu öffnendes) Schloss, damit "do koinr äbbas neischmeissa ko!", Garageneinfahrten werden mit Ketten und Stangen verrammelt (dass man selber kaum noch reinfahren kann), überall werden Schilder montiert, die irgendein betreten, befahren oder benutzen bei Strafe verbieten.

Und dann ist da noch die geistige Abgrenzung, "zu dene do oba", zu "ällam was nedd normal isch" oder "was ibbrhaubd nedd goht", zu Menschen "dia nedd von do senn" oddr anderer Ansicht sind: "Was glaubad denn dia!"

Leider gewinnt die geistige Abgrenzung langsam die Oberhand...

 

Jeden Tag gibt es etwas Neues, aber selten etwas Gutes!

 

Immer was Neues

 

An dem Auto ist dauernd etwas kaputt


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