Kaum ein Klischee hält sich in Deutschland so hartnäckig wie das des sparsamen Schwaben und "Schaffa, schaffa, Häusle baua". Dieser Spruch bringt die schwäbische Mentalität auf den Punkt: fleißig arbeiten und das Ersparte in die eigenen vier Wände stecken, statt es zu verprassen.
Der Ruf des Geizes eilt den Schwaben voraus, doch tatsächlich handelt es sich eher um eine tief verwurzelte Bodenständigkeit und Genügsamkeit.
Man gönnt sich schon etwas, aber eben mit Bedacht und nicht aus reiner Verschwendungslust. Man plant, spart und sichert sich ab!
Diese Mentalität hat historische Wurzeln: Schwaben war lange von kleinbäuerlichen Strukturen geprägt, das Erbe wurde unter allen Kindern aufgeteilt (Realteilung), was zu immer kleinen Grundstücken und damit zu wirtschaftlicher Vorsicht führte.
Wer wenig hat, lernt, damit klug umzugehen.
Heute zeigt sich dieser Charakterzug auch wirtschaftlich: Baden-Württemberg zählt zu den stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands, geprägt von cleveren Mittelständlern, Erfindergeist und einer Vorliebe für solide, langfristige Investitionen statt schnellem Konsum.
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Auch wenig Besitz kann glücklich machen!
wörtl.: Ein kleiner Acker und eine Kuh, lassen einen die Armut vergessen.

Eine reiche Frau heiraten!
wörtl.: Eine gute Partie machen!
Wer a guade Bardie machd, hodd scheene Däg, abbr harde Nächd - ond wer aus Lieb heierd, hodd scheene Nächd, abbr harde Däg.


Ein halber Rausch ist nur rausgeworfenes Geld!
... ond mr machd hald bloß ogern halbe Sacha!


In den Genen verhaftete schwäbische Grundeinstellung
wörtl.: Ein Schwabe wird nicht reich durch gut Verdienen, sondern durch wenig ausgeben!

Stoßseufzer des armen Alkoholikers
wörtl.: All mein Silber, all mein Gold, sind durch meine Kehle hinabgerollt!


Einem Armen bläst der Wind ins Gesicht, egal wie er sich auch hinstellt.


Wie wahr!
wörtl.: Lieber ein reicher Onkel, als eine Tante, die Klavier spielt!


Es gibt doch eine irdische Gerechtigkeit
wörtl.: Auch die Reichen müssen sterben!


Bei den Reichen lernt man das Sparen, bei den Armen das Kochen.
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