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Die Schwaben und die Ehe

Für Schwaben bedeutet die Ehe vor allem Zusammenhalt, Verlässlichkeit und gegenseitige Unterstützung. Sie ist nicht nur ein romantisches Versprechen, sondern auch eine Partnerschaft, in der man gemeinsam durchs Leben geht und füreinander Verantwortung übernimmt.

Die Ehe war viele Jahrhunderte ein "Versorgungsunternehmen", meist für sie, aber auch für ihn!

Typisch Schwäbisch ist dabei die bodenständige Einstellung, große Worte und übertriebene Gesten sind weniger wichtig als praktische Hilfe im Alltag. Man packt gemeinsam an, spart für die Zukunft und versucht, das eigene Leben gut zu organisieren.
Der bekannte schwäbische Grundsatz "Schaffa, spara, Häusle baua" passt deshalb auch gut zum Eheverständnis vieler Schwaben.

Eine Ehe soll schließlich nicht nur heute glücklich machen, sondern auch morgen Bestand haben. Trotz aller Bodenständigkeit sind Liebe und Zuneigung wichtige Bestandteile des schwäbischen Ehelebens. Sie zeigen sich vielleicht nicht immer in großen romantischen Gesten, sondern eher in kleinen Aufmerksamkeiten: einem warmen Essen, einer helfenden Hand oder dem gemeinsamen Durchstehen schwieriger Zeiten.

So verbindet die schwäbische Ehe Tradition mit Alltagstauglichkeit. Sie beruht auf Liebe, Vertrauen, Fleiß und dem festen Willen, gemeinsam ein gutes Leben aufzubauen. Oder kurz gesagt: Wo zwei Schwaben zusammenhalten, kann vieles gelingen – solange beide wissen, wann gespart und wann gefeiert werden darf.

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Eine Ehe gleicht einem Vogelhaus: Wer drin ist, will hinaus, wer draußen ist, möchte hinein!

Eine Ehe ohne Nachwuchs, ist wie ein Tag ohne Sonne!

Eine Ehe wird meistens im Himmel geschlossen, aber danach fällt man aus allen Wolken!

Eine Frau kann in der Schürze mehr raustragen, als ein Mann in einem Wagen wieder hereinbringen kann.

Ohne Mitgift heiraten und Geld sinnlos verschwenden kann man jederzeit, dazu braucht man sich nicht beeilen!

Eine Ehe sollte man mit Bedacht angehen!

Billig verkaufen und ungut heiraten kann man jeden Tag!

In guten wie in schlechten Tagen, heisst es nicht ohne Grund...!
wörtl.: Die Ehe ist eine Prozession, auf der man ein Kreuz vorausträgt.

Wie wahr!
wörtl.: Der Unterschied zwischen einer Hochzeit und einer Beerdigung besteht darin, dass auf einer Beerdigung immer ein Besoffener weniger ist.

In jeder Ehe gibt es einen, der immer Recht hat, und den Ehemann halt.


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