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Heit nemme ond morga net glei!
Redensart
Sagt ein Schwabe, wenn er gefragt wird, wann er etwas zu tun gedenkt.
wörtl.: Heute nicht mehr und morgen auch nicht sofort!

Sagt man, wenn jemand dauernd pupst
wörtl.: Heute atmest Du anscheinend durch den Popo?

Sagt man, wenn Gäste einfach nicht aufstehen und gehen wollen!
wörtl.: Habt ihr Handwerker im Haus?

Sagt man, wenn sich jemand ständig selbst zum Essen einlädt!
wörtl.: Habt ihr keine Küche zuhause?

Herzrasen
Witz
"Woisch Du eigendlich, wia mr vo Kaffee no wachr wird, als wenn mr’n dringd?" - "Noi, erzähl..!" - "Schidd’n oifach iebr dei Taschdadur, no bisch gloggawach!"

Schwäbischer Kindervers
wörtl.: Hoppe, hoppe Reiter, wenn er fällt, dann schreit er. Fällt er in den Graben, dann fressen ihn die Raben, fällt er in den Sumpf, macht es einen Plumps!
Hockr, hocka und Verhockde
Eigenheit
Auf einer Messe erlebte ich vor Jahren, dass ein Schwabe einen nichtschwäbischen Kunden mit den Worten 'Komm, hockad Se sich zu ons na.' zum geselligen Hinsetzen aufforderte. Der verdadderte Kunde schaute sich um und setzte sich dann auf einen Druckerbeistelltisch, weil er verstanden hatte, er solle sich auf einen Hocker platzieren.
Nachdem der Irrtum geklärt war, blieb er dann bei einem Gläsle Wein hocken, bis er beinahe verhockt wäre. Dabei ist der Kunde absolut kein Verhockter, sondern ein weltoffener Touristiker.
Ein Nicht-Schwabe wird die freundliche Aufforderung 'Hock na!' meist als unfreundliche Geste empfinden, aber hocken ist für Schwaben halt etwas Gemütliches, für Nichtschwaben etwas Ungemütliches.
'Kommen Sie, setzen Sie sich bitte zum mir.' ist einfach zu lang, unschwäbisch, daher kürzer und prägnanter: 'Hock na, Kerle!'.
Wenn viele Schwaben zusammen hocken, wobei dabei auch Neigschmeckte zugelassen sind, spricht man von einer Hocketse, also z.B. einem feuchtfröhlichen Zusammentreffen bei einem Fleggafeschd, also einer dörflichen Festivität.
Dort kauert man dann an engen Biertischen wie auf einem Hocker (braucht also Rückgrat, wenn man nicht den Rücken am Rücken des Hintersitzer abstützen kann), fühlt sich nach 2 Stunden total verhockt 'em Greiz' und hat meist auch schon einen hocken, dem Trollinger sei Dank.
Zum Leidwesen der 'Verhockten' zieht heutzutage oft ein Curry- oder Kebabduft quer über die Hocketse, weil man nur mit Roter Wurst und Kartoffelsalat einen weitgereisten Schwaben nicht mehr glücklich machen kann.
Die Verhockten bruddeln dann in ihr Bier, dass 'älles nemme dees isch und sich heidzudaag ällas auf dr Hocketse nohocka derf.'
Aber wenn dann auch die Verhockten auf der Hocketse einen hocken haben, dann treibt die einigende Kraft des Trollingers zu wunderlichen Freundschaften und mancher Schwabe lässt sich (zu hinterher bereuten) Einladungen hinreisen wie 'Hockad Se na, derf e Sia uff a Gläsle Rodwei eilada?'.

Der Feierabend richtet sich nach dem Arbeitsanfall!
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