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Schwäbisches Wörterbuch


Umfrage: Was verstehst Du unter "ällbodd / ällbot"? - ( Umfragen-Archiv )
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Schwäbisch
Deutsch

Broide Nudla

Essen&Trinken

Bandnudeln

Der weibliche Intimbereich

pinkeln


Partizip Perfekt: bronzd - gepinkelt

Konjunktiv:
I däd bronza
Du dädsch bronza
Er däd bronza
Mir dädad bronza
Ihr dädad bronza
Sia dädad bronza

Futur:
I werd bronza
Du wirsch bronza
Er wird bronza
Mir werdad bronza
Ihr werdad bronza
Sia werdad bronza



Brosama

Essen&Trinken

Brotkrumen, Brotbrösel

Broschdada

Körper

Prostata

meckern, schimpfen, murren

Bruddla ist, ähnlich wie brägla, eine beliebte Tätigkeit männlicher Schwaben. Nichts macht der Schwabe lieber, als romzombruddla, also sich über Gott und die Welt zu beklagen, um dabei eigentlich vergessen zu machen, dass es ihm saugut geht.


Partizip Perfekt: bruddeld - gemeckert

Konjunktiv:
I däd bruddla
Du dädsch bruddla
Er däd bruddla
Mir dädad bruddla
Ihr dädad bruddla
Sia dädad bruddla

Futur:
I werd bruddla
Du wirsch bruddla
Er wird bruddla
Mir werdad bruddla
Ihr werdad bruddla
Sia werdad bruddla



Wütend herumschimpfen
wörtl.: Schimpfen wie ein kochender Topf mit Kartoffeln

Bruddla, Brägla, Goschla

Eigenheit

Nichts macht der Schwabe lieber, als romzombruddla, also sich über Gott und die Welt zu beklagen, um dabei zu vergessen, dass es ihm eigentlich saugut geht.

Der Bruddler lässt seinem Ärger nie lauthals freien Lauf, er mault vielmehr leise vor sich hin, manchmal gerade noch laut genug, um verstanden zu werden, manchmal aber auch für andere unverständlich wie im Selbstgespräch.

Das kann sich dann so anhören:

"Jetz ko mi dann ällas so was von am Arsch legga, I ben doch emmr bloß dr Seggl ond soll älle helfa, abbr wer hilft denn mir, ond warom schbringt denn jetz der glombade Scheiß-Rasamähr nedd a, ond des Kabel isch au bees vrwurschdld, wer war denn do dra, ja verreck, jetz hane au no mei Schaffhos verrissa, weil dr Nochbr sei verschissene Heck nedd gschnidda hodd, dem due abbr glei dr Roschd ra, ond mei Bier isch au scho widdr leer, friahr war irgendwie meh drenn in ra Flasch, I kennd grad uff dr Sau nausfahra!"

Hier zeigt sich die melancholische Seite des Schwaben, seine verschämte Sentimentalität und sein verstecktes Selbstmitleid. Nichts und niemand kann ihn in dieser Stimmung aufmuntern, er ist mit Gott und der Welt und besonders mit sich selbst uneins.

Wenn ein Bauer eine riesige Ernte einfährt und dazu beglückwünscht wird, sagt er bestimmt: 'Guggat Se abbr, wia ausglaugt s'Erdreich isch'.

Erhöht die Regierung die Steuern, jammert es allenthalben 'Dia saugad ons no vollends aus' - gibt es aber Steuerentlastungen, dann werden Sie unweigerlich die Worte hören: 'Vo was wellad dia denn dia eigendlich d’Schulda zriggzahla ?'.

Der Schwabe in seiner permanenten Ambivalenz, der ständigen Versuchung von allen Dingen zwei Seiten zu sehen und zu respektieren, kann gar nie zufrieden sein.

Und will es auch gar nicht, 'sonsch gäbs jo nix meh zom bruddla!'


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