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Schwäbisches Wörterbuch


Umfrage: Was verstehst Du unter "ällbodd / ällbot"? - ( Umfragen-Archiv )
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Schwäbisch
Deutsch

Die Zeiten ändern sich
wörtl.: Früher sind die Mädchen errötet, wenn sie sich geschämt haben, heute schämen sie sich, wenn sie erröten!

Fuaß

Körper

Fuß, Bein

Mehrzahl: Fiaß - Füße

Im Schwäbischen geht das Bein von den Zehen bis zur Hüfte! Wenn also ein Schwabe über Schmerzen im Fuaß klagt, sollte man besser nachfragen: Wo genau?

Geischdweis rausschwätza

Eigenheit

Treffen sich zwei Schwaben auf dem Markt, beim Einkaufen, im Garten oder sonst wo, wünschen sie sich in den seltensten Fällen den üblichen 'Guten Tag'.

Stattdessen werden sofort hirnlose Gemeinplätze ausgetauscht, z.B. 'So, au em Einkaufa' oder 'So, au am schaffa' oder als Krönung 'So, au do?'.

Selbst bei einem Zusammentreffen beim sonntäglichen Spaziergang darf nie der Eindruck von Müßiggang entstehen, also sagt man 'So, wiedr amol nacham rechda gugga, ha?' oder noch besser 'I hans arg pressand, i muss heid nomol ens Gschäfd'.

Wichtig ist vor allem, den Eindruck der Geschäftigkeit zu erwecken und dann vor einer möglichen Antwort das Weite zu suchen.

In diesen Zusammenhang passt vielleicht auch noch das Vorurteil, dass schwäbische Ehemänner am Hochzeitstag nur vier Worte benötigen: 'Ja scho' in der Kirche, 'Sodale' vor dem Mittagessen und 'Etzad' wenn er abends die Hosenträger abstreift.

Geschmackssache

Witz

"I däd gern des gschdroifde Kloidle en ihrm Schaufenschdr abrobiera!" - "Wenn Se wellad, gern, abbr mir hennd do henda au a Omgleidkabin!"

"Was machschn widdr fir a Gsichd, Heinr?" - "Wenn I Gsichdr macha kennd, no häddsch Du scho lang an neis!"

Gespräch auf Schwäbisch I

Eigenheit

Am Gartenzaun

Schwaben (nur die männlichen) sind maulfaul, gerade auch bei Unterhaltungen. So wundert es nicht, wenn ein typischer Schwatz am Gartenzaun in etwa so abläuft:

A: So, au am Schaffa!
B: Isch jo emmr was z'doa!
A: Duad oim jo au guad!
B: Blos em Greiz net!
A: Äbbas isch hald emmr!
B: Ja no!
A: Hosch rechd!
B: S'Wäddr soll halda!
A: Abbr Räga fehld scho!
B: Muaß mr hald schbrenza!
A: I han a Fässle!
B: Des brauchd mr au!
A: Ond, wo ane?
B: Ens Schdädtle...
A: Brauchsch was?
B: Noi, blos gugga!
A: Was isch'n do dieba?
B: Raigschmeddge vo Berlin!
A: A wa!
B: I sag dr's!
A: Kennad hald koi Kehrwoch!
B: So siehd's do aus!
A: Muasch halt mit ne schwätza!
B: Des mechd mei Frau!
A: Hoffad mr's beschd!
B: Was soll mr sonsch do!
A: S'isch hald ällas nemme des!
B: So, i muass los!
A: Adee ond gsond!
B: Gruaß drhoim!

Gespräch auf Schwäbisch II

Eigenheit

Auf der Strasse

Schwaben (nur die männlichen) sind maulfaul, gerade auch bei Unterhaltungen. So wundert es nicht, wenn ein typischer Schwatz auf der Strasse in etwa so abläuft:

Karl (leise):
Jetz leck me doch glei am Arsch,
do vrkommd mr am hellichda Tag onser Nochbr.
Ersch denksch an nix bees ond no au no des!
Karl (laut):
Griaß Di Eigen, ond sonsch?

Eugen:
Jo, scho rechd, hald emmr viel zom do!
Ond selber? Wo gosch na no no?

Karl:
I muass uff dr Wochamarkt
ond a Säggle Kardoffl besorga.
Abbr mei Greiz wird hald au nemme bessr
ond dia Salb vom Dogdr daugd nix.

Eugen:
No lass’ hald langsamr aganga,
’s bressierd jo nix meh in onserm Aldr.
Kosch jo nochher uff em Schässlo a bissle ausgruaba.

Karl:
Do hosch rechd, abbr mei Frau moind hald äwwl,
i sodd meh em Garda do ond au em Haus helfa.
Kaum benne hählenga nogschdraagd,
schreit se scho widdr noch mr.

Eugen:
I woiß, ohne ons gohd hald nix,
dia Jonge hängad blos faul ab ond machad sich
Sorga om ihr "Wörglaif-Bäläns" ond dalgad
äll Dag uff ihre Eibreddla rom.

Karl:
Gang mr weg midd deane,
des send doch ällas waidagede Lällabäbbl.
So Eigen, machs guad ond an Gruaß an d'Lina.

Eugen:
I richds aus, abbr jeddz muass e los,
sonsch griage Ärgr drhoim.

Karl:
Jo, mr siehd sich, ond gsond!

Karl & Eugen (leise zu sich selbst..):
So an segglbleedr Seggl abbr au!

So, das Essen war gut, leider winkt jetzt die Arbeit.

Gewinnspiel

Witz

Zwei Schwaben gehen in ein neu eröffnetes Gasthaus. An der Tür hängt ein Schild mit der Aufschrift: "Großes Gewinnspiel! Kostenloser Sex zu gewinnen!" Die beiden gehen zum Wirt und fragen was man tun muss, um zu gewinnen. "Ganz oifach" sagt der Wirt, "I deng mir a Zahl zwischen 1 ond 10 ond wenn’d richdig rädsch, no hasch gwonna." - "Femf?", rät der eine. - "Falsch, s’war d’6, leidr vrlora".

Der andere probiert es auch, aber verliert ebenfalls. - Daraufhin meint dieser: "Woisch Du, i glaub irgendwia isch do was faul an dem Schbiel!"

"Des glaub i net", meint der Erste, "Mei Frau hodd nämlich ledschde Woch scho zwoi Mol gwonna…".

Verbeugung, Knicks

'Mach au an Gniggs', sagte meine Mutter immer zu meiner Schwester, wenn Besuch kam.

Siehe auch:

Gniggschusszwiebl


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