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Wenn ich den im Hintern hätte, dann würde ich bis nach Rom scheißen!

Sagt man über einen Geizhals!
wörtl.: Wenn man dem einen Pfennig in den Hintern klemmt, dann geht die Prägung raus!

Über einen alles besser wissenden Jüngling
wörtl.: Woher will der denn das wissen, der hat doch noch den Abdruck vom Töpfchen am Hintern.

Auf die Reihenfolge kommt es an
wörtl.: Es ist nicht überall Brauch, dass man den Hintern putzt, bevor man sein Geschäft erledigt hat

angestrichen, aber auch: verarscht
Siehe auch:
Kommt auch in diesen Redensarten vor:
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anschnauzen, barsch anreden
Partizip Perfekt: agschnauzd - angeschnauzt

Bruddla, Brägla, Goschla
Eigenheit
Nichts macht der Schwabe lieber, als romzombruddla, also sich über Gott und die Welt zu beklagen, um dabei zu vergessen, dass es ihm eigentlich saugut geht.
Der Bruddler lässt seinem Ärger nie lauthals freien Lauf, er mault vielmehr leise vor sich hin, manchmal gerade noch laut genug, um verstanden zu werden, manchmal aber auch für andere unverständlich wie im Selbstgespräch.
Das kann sich dann so anhören:
"Jetz ko mi dann ällas so was von am Arsch legga, I ben doch emmr bloß dr Seggl ond soll älle helfa, abbr wer hilft denn mir, ond warom schbringt denn jetz der glombade Scheiß-Rasamähr nedd a, ond des Kabel isch au bees vrwurschdld, wer war denn do dra, ja verreck, jetz hane au no mei Schaffhos verrissa, weil dr Nochbr sei verschissene Heck nedd gschnidda hodd, dem due abbr glei dr Roschd ra, ond mei Bier isch au scho widdr leer, friahr war irgendwie meh drenn in ra Flasch, I kennd grad uff dr Sau nausfahra!"
Hier zeigt sich die melancholische Seite des Schwaben, seine verschämte Sentimentalität und sein verstecktes Selbstmitleid. Nichts und niemand kann ihn in dieser Stimmung aufmuntern, er ist mit Gott und der Welt und besonders mit sich selbst uneins.
Wenn ein Bauer eine riesige Ernte einfährt und dazu beglückwünscht wird, sagt er bestimmt: 'Guggat Se abbr, wia ausglaugt s'Erdreich isch'.
Erhöht die Regierung die Steuern, jammert es allenthalben 'Dia saugad ons no vollends aus' - gibt es aber Steuerentlastungen, dann werden Sie unweigerlich die Worte hören: 'Vo was wellad dia denn dia eigendlich d’Schulda zriggzahla ?'.
Der Schwabe in seiner permanenten Ambivalenz, der ständigen Versuchung von allen Dingen zwei Seiten zu sehen und zu respektieren, kann gar nie zufrieden sein.
Und will es auch gar nicht, 'sonsch gäbs jo nix meh zom bruddla!'
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