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Hunger ist der beste Koch
wörtl.: Lieber eine Laus im Sauerkraut, als gar kein Fleisch

Alles zur gleichen Zeit zu erledigen, geht halt nicht!
wörtl.: Man kann nicht gleichzeitig scheißen, Kraut hacken und dem Pfarrer die Hand geben.
"Kosch mr mol gschwend en dr Kich helfa?" – "Du siehsch doch, dass i grad dr Rasa mäh. Jetz musch hald warda. Ich ko net gleichzeidig scheißa, Kraut hagga ond am Pfarrer d’Hand gä!"

Unkraut
An manchen Gärten hängt dieses Schild "Okraut bei Selbschabholung ommsonsch abzugeba!"
Siehe auch:

Essen&Trinken
Sauerkraut, Sauerkohl
Sauerkraut oder Sauerkohl ist durch Milchsäuregärung konservierter Weißkohl oder Spitzkohl und ist ein fester Bestandteil der schwäbischen Küche.
Wenn ich als kleiner Junge in Heilbronn bei meinen Großeltern im Urlaub war, kamen immer im Herbst Filderbauern angetuckert und boten riesige Spitzköpfe direkt vom Hänger an. Auf einem Leiterwagen, der sorgsam mit Leintüchern ausgepolstert war, fuhr mein Opa diese Köpfe in die Krautschneiderei (so was gab es damals noch). Das klein geschnitzelte Kraut wurde anschließend zuhause mit viel Salz in große Steingut-Häfen gepresst und gärte dann wochenlang stinkend im Keller vor sich hin. Ich habe es gehasst, weil es furchtbar schmeckte. Erst später entdeckte ich, wie köstlich Sauerkraut wirklich schmecken kann.
Auf den Fildern, einer fruchtbaren Hochebene südlich von Stuttgart, wächst ein feinrippiger Weißkohl - das Filderkraut. Die Glanzzeit Spitzkohls ist allerdings vorbei, denn die Industrie verarbeitet mittlerweile bevorzugt feste Rundköpfe.
Auch Wilhelm Busch hat dem "Sauerkohl" diese Zeilen gewidmet:
Eben geht mit einem Teller
Witwe Bolte in den Keller,
Daß sie von dem Sauerkohle
Eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt,
Wenn er wieder aufgewärmt.

Nichts geht wirklich verloren!
wörtl.: Im Haus geht nichts verloren, sagte die Bäuerin, als sie eine Socken aus dem Krautfass gezogen hatte.
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