schwäbisch schwätza
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Schwäbisch im Alltag

Schwäbisch wird immer dann am lebendigsten, wenn man in ganz alltägliche Gespräche reinhört, egal ob am Stammtisch, im Treppenhaus, auf dem Wochenmarkt oder beim Ehestreit :-)

Gespräche-Übersicht



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Ehepaar im Theater


S: Schau bloß, Karl-Heinz, isch des net schee? Dia ganze Leit en Schale und der Kronleuchter do oba, des isch doch amol äbbas anders als drhoim!
E: Schee isch reladiv, Erna. Mei Hos zwickt im Schritt, dr Krawatta-Knoda schnürt mr d’Gurgl ab und d’Luft do drenna isch jetz scho dickr als dei Linsasubb!
S: Jetz halt abbr dei Gosch und sei amol dankbar. Glei goht’s los mit’m ‚Fauschd‘, des isch echde Hochkultur!
E: Fuffzig Euro fir a Eintrittskart, bloß damit i mir ahör, wia oinr auf dr Bihne romjammert? Fir des Geld hädd i mein ganza Schdammdisch eilada kenna.
S: Jetzt reiß de hald zamma. Des isch Weltliteratur! Des bilded! Au Di!
E: I fühl me scho ganz bildet. I bild mir nemlich ei, dass i jetz gernr mit amma Viertele und amma Wurschtsalat en dr Krone hocka dät.
S: Pssst! S’Licht goht aus. Jetzt sei schdill und guck einfach zua, vielleicht lernsch ja äbbas iebr d’Menschheit!
E: I lern höchstens, dass ma Sitzplätz au ohne Polsterung fir deir Geld verkaufa ko. Mei Fiedle fühlt sich scho an wie aigschlofenr Fuaß.
S: Guck, dr Vorhang goht auf! Jetzt fangt dr Prolog a.
E: Hoffentlich dauert dr Prolog net so lang wie dei ledschdr Friseurbsuach! Also, wenn dr Erschte dod omfälld, wecksch me uff, gell?
S: Also i schwör Dir, du kommsch nächschdes Johr nemme mit!
E: Ha, des hosch mr letztes Johr au scho vrsprocha!


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