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Gedichte in Schwäbisch neu interpretiert

Hochdeutsches Kulturgut kann nur selten direkt in echtes Schwäbisch übertragen werden. Schwäbisch hat einen ganz eigenen Rhythmus, einen eigenen Satzbau und viele eigene Worte. Ich habe hier mal versucht, den Spagat zwischen hochdeutschem Sinn und schwäbischem Dialekt zu wagen. Urteilen Sie selbst, Anregungen sind jederzeit willkommen!
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Der Tod, das ist die kühle Nacht - Uff Schwäbisch

Heinrich Heine
🌐 WIKIPEDIA


Dr Tod, des isch dia kiahle Nachd,
s’Leba da dämpfig Dag.
Es nachded scho ond i werd schläfrig,
der Dag hot mi ganz ferdig gmacht.

Iebr meim Neschd, do schdoht an Baum,
A Nachtigall sengt drenna;
Sia sengt mit Imbrunschd vo dr Liab,
Ond i hör’s gnau, au no em Traum.

schwäbisch-schwatza.de

Der Tod das ist die kühle Nacht,
Das Leben ist der schwüle Tag.
Es dunkelt schon, mich schläfert,
Der Tag hat mich müd gemacht.

Über mein Bett erhebt sich ein Baum,
Drin singt die junge Nachtigall;
Sie singt von lauter Liebe,
Ich hör es sogar im Traum.

Heinrich Heine


© 2026 schwaebisch-schwaetza.de | Peter-Michael Mangold

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Schwäbisch besticht durch seine Wortgewalt und Nuancen, die das Hochdeutsche meist nicht abbilden kann.
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