schwäbisch schwätza
Auch zum anhören!

Gedichte in Schwäbisch neu interpretiert

Hochdeutsches Kulturgut kann nur selten direkt in echtes Schwäbisch übertragen werden. Schwäbisch hat einen ganz eigenen Rhythmus, einen eigenen Satzbau und viele eigene Worte. Ich habe hier mal versucht, den Spagat zwischen hochdeutschem Sinn und schwäbischem Dialekt zu wagen. Urteilen Sie selbst, Anregungen sind jederzeit willkommen!
Gedicht-Übersicht



Treffer: 1 von 23

Er ist’s - Uff Schwäbisch

Eduard Mörike
🌐 WIKIPEDIA


S’ Friahjohr schwingt sei blaues Bändle
widdr naus en älle Lifdla;
Siaße, lang vrmissde Difdla
Ziagat leise iebrs Ländle.

D’Veigala träumad scho ganz sacht,
Wellad glei zum Vorschei komma.
Hörsch Du dean leisa Harfaton!
Friahlig, ja, du bisch jetz do!
I han Di scho lang vrnomma!

schwäbisch-schwatza.de

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!

Eduard Mörike


© 2026 schwaebisch-schwaetza.de | Peter-Michael Mangold

Dialekte sind das Gedächtnis einer Region, jede Heimat hat immer auch eine Sprache.
Schwäbisch besticht durch seine Wortgewalt und Nuancen, die das Hochdeutsche meist nicht abbilden kann.
Da immer weniger Menschen im Alltag Schwäbisch schwätzen, gibt es schon seit vielen Jahren diese Website.
Als digitales Archiv gegen das Vergessen und für den Erhalt unseres wertvollen schwäbischen Kulturguts.
Für Sie, für mich und für alle, die nach uns kommen.

StartseiteNach obenImpressumDatenschutz

Texte und Gedichte    Icons by Icons8