Hochdeutsches Kulturgut kann nur selten direkt in echtes Schwäbisch übertragen werden. Schwäbisch hat einen ganz eigenen Rhythmus, einen eigenen Satzbau und viele eigene Worte. Ich habe hier mal versucht, den Spagat zwischen hochdeutschem Sinn und schwäbischem Dialekt zu wagen.
Urteilen Sie selbst, Anregungen sind jederzeit willkommen!
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Der Panther - Uff Schwäbisch
Rainer Maria Rilke
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Sei Blick irrt rom von Schdäb zu Schdäb,
ganz triab, als wär’s a feschde Wand.
Ihm isch, als ob’s bloß Giddr gäb
ond henderm Giddr niemols Land.
Der woiche Gang, des gschmeidig G’dabb,
des sich im allerkloinschda Gringl dreht,
isch wia a Danz aus Kraft, dromrom, nuff, nab,
en deam beim beschda Willa nix meh geht.
Manchmal hebd dr Vorhang vor de Auga
sich leis noch oba ond s’goht a Bildle nei,
rinnd durch sei Boinr, ohne’m zom dauga -
ond hörd em Herza uff zom sei.
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
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