| 12:34 - Vier noch halber Ois | Wörterbuch Schwäbisch-Test Sprüche Schimpfomat Witze Eigenarten |
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Hochdeutsches Kulturgut kann nur selten direkt in echtes Schwäbisch übertragen werden. Schwäbisch hat einen ganz eigenen Rhythmus, einen eigenen Satzbau und viele eigene Worte. Ich habe hier mal versucht, den Spagat zwischen hochdeutschem Sinn und schwäbischem Dialekt zu wagen.
Urteilen Sie selbst, Anregungen sind jederzeit willkommen!
Gedicht-Übersicht
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Weihnachten - Uff Schwäbisch
Joseph von Eichendorff
🌐 WIKIPEDIA
D’Stroß und d’Läda senn vrlassa,
En älle Häusr brennd scho Lichd,
I schlendr rom durch enge Gassa,
Iberall isch’s feschdlich grichd.
Fenschdr gschmückd henn älle Fraua
wie jedas Johr zu derra Zeid,
An Haufa Kendr deand nuff schaua
Senn scho ganz hibbelich vor Freid.
I gang naus, vrlass dr Ort
weit weg en’s freie Feld,
A diafe Sehnsuchd führt me fort
Wia groß und schdill isch d’Welt.
Sternla drehad ihr Kreis’,
d’Landschaft wird ganz weit
A Liedle hör i, bloß ganz leis -
Was für a wondrscheene Zeit.
Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!
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