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Gedichte in Schwäbisch neu interpretiert

Hochdeutsches Kulturgut kann nur selten direkt in echtes Schwäbisch übertragen werden. Schwäbisch hat einen ganz eigenen Rhythmus, einen eigenen Satzbau und viele eigene Worte. Ich habe hier mal versucht, den Spagat zwischen hochdeutschem Sinn und schwäbischem Dialekt zu wagen. Urteilen Sie selbst, Anregungen sind jederzeit willkommen!
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Psalm 23, Der Herr ist mein Hirte - Uff Schwäbisch





Mei Hirte isch dr Herr,
i han alles, was i brauch.
Er zoigt mir greane Wiesla,
frischs Wasser sowieso.

Er bringt mei Seel uff d'Reih.
Zeigt mr, wo's ahne gohd,
ganz oifach, weil er’s will.
Ond selbschd em leddschda Loch,
mach i mir net en d’Hos;
denn du bisch emmr do,
du bisch jedas Menscha Droschd.

Mei Disch isch äwwl deckd
selbschd vor d'Nos vom Feind.
Du schmiersch mein Grend midd Eel
ond schenksch mr was i brauch.

Älls Guad em Herz ond Sinn
han i fir älle Däg,
ond deshalb werd i bleiba
bei Gott so lang i leb.

schwäbisch-schwatza.de





Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.

Original




© 2026 schwaebisch-schwaetza.de | Peter-Michael Mangold

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