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Mitmacher gesucht! Derzeit führt Dr. Bettina Spreng von der University of Saskatchewan (Kanada) eine Studie zum Oberschwäbischen Dialekt durch, mit einem Online-Fragebogen und Audios zum anhören und einordnen. Wenn Sie aus dem Oberschwäbischen stammen, Interesse am Dialekt und 20-30 Minuten Zeit haben, dann machen Sie bitte mit, klicken Sie dazu hier!

Gedichte in Schwäbisch neu interpretiert

Hochdeutsches Kulturgut kann nur selten direkt in echtes Schwäbisch übertragen werden. Schwäbisch hat einen ganz eigenen Rhythmus, einen eigenen Satzbau und viele eigene Worte. Ich habe hier mal versucht, den Spagat zwischen hochdeutschem Sinn und schwäbischem Dialekt zu wagen. Urteilen Sie selbst, Anregungen sind jederzeit willkommen!
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Das Lied von der Glocke - Uff Schwäbisch

Friedrich Schiller
🌐 WIKIPEDIA


Fest eigmauert en dr Erda
Schdohd dia Form aus Lehm ond Brand.
Heit, do muaß dia Glogg was werda!
Auf jetzt, gangad mir zur Hand!

Vom harda Grend ganz hoiß,
Tropft dr nasse Schwoiß.
Soll des Werk den Moischdr loba,
brauchds da Sega von ganz oba!

Bei deam Gschäft, des mir do machad
brauchds uff koin Fall Leddagschwätz;
Wenn gscheide Wördla ons entfachad,
No schaffad mr, daß richtig fetzt.

Lassad ons mit Fleiß betrachda,
was au durch schwache Kraft gelingt,
den Dubbeler kosch grad verachda,
der gar net sieht, was er vollbringt.

Des isch’s doch, was an Mensch ausmacht,
Net bloß Kraft, au Hirn ond Acht.
Ond dass’r em Herz drenna spürt,
Was er do grad so fabriziert.

Peter-Michael Mangold

Fest gemauert in der Erden
Steht die Form, aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden,
Frisch, Gesellen, seid zur Hand.

Von der Stirne heiß
Rinnen muß der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben,
Doch der Segen kommt von oben.

Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
Wenn gute Reden sie begleiten,
Dann fließt die Arbeit munter fort.

So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten,
Was durch die schwache Kraft entspringt,
Den schlechten Mann muß man verachten,
Der nie bedacht, was er vollbringt.

Das ists ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Daß er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand

Friedrich Schiller


© 2026 schwaebisch-schwaetza.de | Peter-Michael Mangold

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