schwäbisch schwätza

   von und mit peter-michael mangold

Über das Verhältnis von Badenern und Schwaben


Das Verhältnis der Schwaben zu den Badenern scheint mir sehr entspannt - während in Baden immer noch sehr viele Vorbehalte gegen die Schwaben gepflegt werden. Schade drum!

In der Zeit des Landesjubiläums erreichten mich das dem badischen Landteil so viele böse Mails, dass ich sogar meine Seiten aus dem Netz nehmen wollte - aber nun sind ja einige Jahre vergangen und ich wage mich wieder an dieses schwierige Thema.

Zugegeben, der erste Versuch das Bundesland Baden-Württemberg zu schaffen, war nicht so ganz die feine englische Art - aber der Zweck heiligt manchmal die Mittel, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Badischer und schwäbischer Fleiß, badische und schwäbische Sparsamkeit, sowie die badische Lebensart haben Baden-Württemberg zu einem Vorzeigeobjekt macht.

Am besten zeigt die folgende Anekdote den Stand der Dinge:

In einem Offenburger Lokal sucht ein Badener in der überfüllten Gaststube einen freien Platz. An einem Zweiertisch im hintersten Eck entdeckt er eine einzelne Person, offensichtlich ein Schwabe.

"Guete Tag", sagt der Badener fröhlich. Der Schwabe würdigt ihn keines Blickes.
"Isch de Platz nebe Ihne noch frii?". Der Schwabe äußert sich nicht und futtert weiter.
Der Badener setzt sich ihm gegenüber hin und wünscht: "Guete Appetit!"
Wieder kommt keine Reaktion.
Eine Dame mit einer Sammelbüchse betritt den Raum und tippt auch den Badener auf die Schulter: "Bitte, wir sammeln für die Caritas". Sofort greift der zum Geldbeutel und spendet 5 Euro.
Daraufhin hält die Dame dem Schwaben die Büchse hin ...
Der hebt jetzt sein Haupt, deutet auf den Badener und sagt: "Mir ghörat zamma!"


Schwaben über Badener
"I werd emmer gfrogt, ob i ebbes gega Badener hätt", erklärt ein Württemberger - "Aber i muaß amol deutlich erkläre: Des stimmt net. I hann nix gega Badener – zumindescht nix was hilft!"

Badener über Schwaben
1. Was haben Schwaben und Äpfel gemeinsam? - Beide sind am schönsten, wenn sie am Baum hängen!!
2. Wir haben ja alle nichts gegen Schwaben. Wir würden ihnen sogar die Füße küssen, Sie müssen nur hoch genug hängen.
3. Wie bekommt man einen Schwaben vom Baum herunter? - Einfach den Strick durchschneiden!
4. Wie entstanden die Schwaben? - Der liebe Gott saß auf dem Feldberg, schaute auf den Rhein und schnitzte die Badener. Jedes Exemplar, das nichts wurde, warf er hinter sich.


Weitere Anekdoten


Sitzen zwei Badener am Baggersee. Plötzlich sehen sie, wie im Wasser jemand ums Überleben kämpft. Ohne lange zu überlegen springen sie ins Wasser und ziehen den Mann ans Ufer.
Der Mann gibt sich als reicher Schwabe zu erkennen und will jedem Badener als Dank einen Wunsch erfüllen, egal wie teuer, egal was.
Der erste Badener wünscht sich einen Mercedes und bekommt den auch.
Als der zweite Badener gefragt wird, wünscht der sich einen Rollstuhl. Der Schwabe und der andere Badener sind verdutzt und wollen wissen, was er denn mit einem Rollstuhl wolle.
Darauf antwortet er: "Ha, wenn ich daheim erzähle, dass ich einem Schwaben das Leben gerettet habe, dann brauche ich einen Rollstuhl."

Ein Schwabe steht vor Gericht, weil er 2 Badener überfahren hat.
Richter: "Angeklagter, Sie müssen jetzt die Wahrheit sagen!"
Schwabe: "Also des war so, dia Straß war dodal vereisd ond mein Audo isch ens Schleudra komma."
Richter: "Angeklagter, die Tat ist im August passiert, Sie sollen die Wahrheit sagen!"
Schwabe: "Also guad, es hodd stark gregned ond Laub war au no auf dr Straß."
Richter: "Zur Tatzeit war schönster Sonnenschein, ich fordere Sie jetzt zum letzten Mal auf, die Wahrheit zu sagen!"
Schwabe: "Von mir aus, Herr Richter ... also d'Sonn hodd gscheind ond scho vo weidem hann I dia zwoi Badenser gsäha ond midd Fleiss auf se zughalda. Dr oine isch mr dann durch d’Frontscheib raikomma, dr andere isch en an Hausgang neigefloga. Abbr I bereu  iberhaupd nix, gar nex!"
Richter: "Na warum denn nicht gleich so? Also, Sie sind freigesprochen – und den oina Badenser verklaga mr wega Sachbeschädigung an Ihrem Audo, ond den andera wegen schwerem Hausfriedensbruch!"

In einem Zugabteil sitzen ein Schwabe, ein Badener, sowie ein junges Mädchen mit ihrer Mutter.
Der Zug fährt in einen Tunnel, es wird dunkel und man hört zwei Geräusche: ein lautes Schmatzen und ein noch lauteres Klatschen...
Es wird wieder hell und der Schwabe hat eine rote Wange.
Die Mutter denkt: "Da wollte sich doch einer dieser Kerle im Dunkeln an meine Tochter ranmachen, aber die hat sich des nedd gfalla lassen! Recht so!"
Die Tochter denkt: "Wahrscheinlich wollte einer mich küssen und hat Mutti erwischt. Falsche Adresse kann man da nur sagen..."
Der Badener denkt: "Hat ja wunderbar geklappt! Im nächsten Tunnel küss ich mir wieder auf die Hand ... und batsch dem Schwobaseckel noch eins an d’Gosch!!!"
Der Schwabe denkt: "Der goddverdammde Gelbfiaßlr! Er kissd des Mädle und I griag ois an Baddrie!!"

Steht ein Badener vor vielen Jahren auf der Rheinbrücke und sieht wie ein Mann unten am Ufer steht und Rheinwasser trinkt.
"Hallo! Sie können doch das Rheinwasser nicht trinken, das ist hochgiftig."
Der Schwabe ruft zurück: "Hä - kennad se a bissle laudr schwäddza, I hann Se nedd vrschdanda!" - Der Badener von oben: "Trinken Sie bitte langsam, das Wasser ist kalt!"

schwäbisch gschwätzt

Ab sofort wird hier 'richtig Schwäbisch gschwätzt'. In meinem schwäbischen Wörterbuch kann man nun auch sehr vieles anhören.
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